Siggi arbeitet beim Partyservice München. Er hat schon als kleiner Junge seiner Mutter gerne beim Kochen zugesehen, auch wenn er sich deswegen von seinen Freunden immer als ?Mädchen? verlachen lassen musste. Als er schließlich nicht mehr der Kleinste von ihnen war, fing er an, diejenigen, die ihn so nannten, zu verprügeln. Irgendwann gewöhnten sie sich an seine Vorliebe und hörten damit auf. Als Siggi dann begann, nicht nur zuzusehen, sondern auch selbst mit den Kochtöpfen zu hantieren, waren sie schon gar nicht mehr überrascht. Am Ende fanden sie das sogar gut, denn Siggis Essen wurde nach einer Weile missglückter Versuche richtig gut und sie waren die Nutznießer seiner Experimente. Als Heranwachsende immer hungrig, war ihnen diese zusätzliche Versorgung mehr als recht. Andere Jungs in ihrem Alter mussten ständig Pizza bestellen, sie bekamen frisches Essen von Siggi.
Nach dem Schulabschluss entschloss sich Siggi dazu, aus dem Hobby einen Beruf zu machen und ging zur Kochschule. Als er dann Juliane, die mit ihm zur Schule gegangen war, auf einem Klassentreffen wiedertraf, war es um ihn geschehen und er machte ihr innerhalb von nur 5 Wochen einen Heiratsantrag, den sie auch sofort annahm. Recht bald wurde sie schwanger und blieb zuhause, von wo aus sie aber weiter ihrem Job als Journalistin nachgehen konnte. Siggi kümmerte sich um die Brötchen, im buchstäblichen wie übertragenen Sinn. Oft brachte er Lebensmittel und übriggebliebenes Essen von der Arbeit mit ? Pizza, Suppe, Kartoffelgratin. Juliane freute sich, da sie weniger gerne kochte und sich so neben dem Schreiben auch ausgiebig ihrem Hobby, dem Malen, widmen konnte. Manchmal hielt sie es aber, von schwangerschaftlichen Essattacken geplagt, nicht bis zum Abend aus. Dann bestellte sie sich, je nach Heißhungerlage, etwas bei einem Lieferservice, den sie über yourdelivery.de auswählte.